Jakobus-Paulus-Gemeinde Dessau

Krippenspiel


Heiligabend 2017 hatten sich MitarbeiterInnen, Kinder und Eltern wieder Zeit genommen, so dass wir in unseren beiden Kirchgemeinden (Jakobus-Paulus und St. Georg) jeweils ein Krippenspiel im Gottesdienst aufführen konnten. Zum einen waren es die Kinder unseres Kindergartens „Marienschule“ unter Leitung von Frau Anke Schüler und Kantor Hans-Stephan Simon, zum anderen die Kinder und Eltern unseres
„Kindertreffs“ unter Leitung von Annett Heidemann-Töpel und Katja Güttel.
Herzlichen Dank Ihnen allen, ohne Sie wäre Heiligabend nur halb so schön und fröhlich gewesen.

 

Kirchen- und Weihnachtsputz


Nicht nur zum „Anputzen“ im Advent, sondern auch zum „Abputzen“ der Weihnacht Anfang Januar fanden sich freundliche Helfer in der Jakobuskirche unter Leitung von Marlies Hartmann und in der Pauluskirche (s. Foto) unter Leitung von Pfarrer Martin K. Günther zusammen.
Für einen warmen Imbiss sorgten Frau B. Salomon und Herr M. Frühauf.
Vielen Dank allen Helfern – was wäre christliche Weihnacht ohne Sie!
(Sollten Sie an den Namen der Helfer interessiert sein, wenden Sie sich bitte an Frau Hartmann bzw. Herrn Günther)

Martin K. Günther, Pfarrer


 

Kyrie eleison

Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dessaus am 7. März 1945

 


 

Gemeindeausflug

Der 2. September 2017, ein Sonnabend, war der Termin für unseren diesjährigen Gemeindeausflug.
Um 8.00 Uhr fuhren 32 Personen von Dessau zum Kloster Jerichow.
Nachdem wir gegen 10.00 Uhr am Kloster ankamen empfing uns Frau Graf in historischer Tracht und führte uns durch die Klosterkirche und die angrenzenden Räume des Klosters. In der Kirche hielt uns Pfarrer Martin Günther eine Andacht.
Zu dem Klostergelände gehören mehrere Gebäude. In einem befand sich eine Gaststätte, in welcher wir sehr gut zu Mittag aßen. Nach dem Essen besichtigte ein Teil der Reisegruppe die Schnapsbrennerei. Andere schauten in das Museum zum Wiederaufbau des Klosters und später wandelten sie durch den Klostergarten.
Die Gaststätte erwatete uns um 15.00 Uhr zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen.
Abfahrt war um 16.15 Uhr mit einem kurzen Abstecher zu dem schönsten Dorf im Jerichower Land.

Karin Köhler      

 

        

 


 

125. Jubiläum Pauluskirche – ein Dank


Der erste Sonntag im Oktober ist traditionell der Tag, an dem die christliche Gemeinde für all das dankt, das ihr in vergangenen Zeiten zum Guten gewachsen ist.
Deshalb war es nur folgerichtig, dass die Jakobus-Paulus-Gemeinde Erntedank 2017 das 125. Jubiläum der Pauluskirche feierte.
Annett Heidemann-Töpel und ihre Familie hatten gemeinsam mit Helfern intensiv Dokumente, Zeitzeugenberichte, Fotografien, Erinnerungsstücke zusammengetragen, ausgewählt und in der Kirche zur Ausstellung gebracht. Gäste, Freunde und Gemeindeglieder konnten sich seither über das Gemeindeleben in den vergangenen Zeiten informieren.
Darüber hinaus hatte Annet Heidemann-Töpel Gemeindeglieder, Pfarrer/innen und Weggefährten der Pauluskirche gebeten, persönliche Erinnerungen und Wünsche aufzuzeichnen.
Daraus entstand eine informative und unterhaltsame Fest schrift, die Sie entweder direkt bei Frau Heidemann-Töpel bzw. im Pfarrbüro gegen eine Schutzgebühr erhalten können.
Schon in Vorbereitung des Jubiläums hatte sich der „Kindertreff“ mit dem Thema beschäftigt.
So war der Festgottesdienst und der anschließende Empfang mit Grußworten und heiterem Austausch wahrlich ein „Erntedank“ für all das Gute, das unsere Gemeinde empfangen hat; Während des Gottesdienstes wurde aber auch in die Zukunft geschaut und Gemeindeglieder konnten ihre Wünsche und Gedanken an einem Pappmodell der Pauluskirche – das der Kindertreff gebastelt hatte – anheften.
Grund genug allen Helfern und Helferinnen zu danken, die zum Erfolg des Jubiläums beitrugen und durch ihre Mitarbeit für das geistige und leibliche Wohl sorgten.


Möge die Pauluskirche auch in der Zukunft ein Ort sein, an dem Menschen den auferweckten Jesus Christus feiern und dabei Freude und Stärkung an Gott erfahren.


Martin K. Günther (Vors.d.GKR)

 


 

 

St. Martinsumzug – „Laterne, Laterne …“


Am 10. November 2017 fand der traditionelle St. Martinsumzug des Stadtteiles „Leipziger Tor“ statt. Treffpunkte waren die Grundschule „Geschwister Scholl“ (Direktorin Frau Rawiehl-Bierbaum) in der Mauerstraße und im Einkaufscenter „Wagner-Passage“.
Hier hatte Frau Isolde Grabner (APOTHEKE am Leipziger Tor) ein Lampionbasteln für Kinder und Eltern mit Frau Sabine Putz („Querköpfe“) organisiert.
Darüberhinaus hatte Herr Eric Wildenhain von REWE kleine Leckereien bereitgestellt. Frau Diana Stellmacher („STERNENBÄCK“) hatte, ebenfalls kostenlos, eine große Anzahl an Martinshörnchen gefertigt, die später bei der zentralen Martinsfeier in der Pauluskirche miteinander geteilt wurden.
Um 17.00 Uhr startete ein St. Martinszug vom „Leipziger Tor“ zur Pauluskirche und ein zweiter Zug von der „Mauerschule“ ebenfalls zur Kirche. Vor der Senioreneinrichtung „Haus Oppenheim“ in der Tornauer Straße traf sich der Sternenzug, und die Kinder sangen gemeinsam mit den Bewohnern Martins- und Laternenlieder.
In der Kirche angekommen, strahlten alle Lampions und Laternen zur Sankt Martinsandacht mit der Erinnerung an das „Mantel-Teilen“ als Aufforderung des Heiligen Martin von Tours an uns, auch heute Gutes zu tun. Kantor Hans-Stephan Simon begleitete die vertrauten Lieder mit Klavier und Gitarre.

Ein herzlicher Dank der Evangelischen Jakobus-Paulus-Gemeinde geht an alle Unterstützer und Helferinnen.

 


 

 

Archiv der Paulus-Kirche

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Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Mit seinen rund 540.000 Menschen ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Küstennähe, überwiegend in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt. In Surinam, wohin Missionare einst den christlichen Glauben brachten, ist heute fast die Hälfte der Bevölkerung christlich. Neben der römisch-katholischen Kirche spielt vor allem die Herrnhuter Brudergemeine eine bedeutende Rolle.
Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen
Haushalt empfindlich. Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen
und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.
In Gebet und Handeln verbunden mit Surinams Frauen sind am 2. März 2018 hunderttausende Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in ganz Deutschland. Mit Kollekten und Spenden fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen.
Darunter ist auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam. Sie bietet qualifizierte Weiterbildungen für Jugendleiterinnen an,
die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen.

Lisa Schürmann

 


 

 

Woran merke ich, dass ich glaube?

 

Glauben und religiöses Wissen sind zwei grundverschiedene Dinge. Man kann Kenntnisse über Religion haben und trotzdem keine persönliche Beziehung zum Glauben. Der Wittenberger Reformator Philipp Melanchthon polemisierte bereits 1521 gegen die Vorstellung, Glauben sei „Zustimmung zu dem ... , was in der Bibel steht“. Dann könnten ja auch die Gottlosen einen Glauben haben. Haben sie aber nicht.

Glauben ist eine Lebenseinstellung

Religiöses Wissen kann man auswendig lernen, Glauben aber ist eine Lebenseinstellung. Sie hat damit zu tun, sich selbst und sein eigenes Leben als Geschenk zu sehen, zudem mit der selbstkritischen Einsicht, dass die eigenen Kräfte und Möglichkeiten begrenzt sind. Religionswissen und Glauben sind so unterschiedlich wie Kopf und Herz, Verstand und Psyche. Oder auf die Uni-Fächer übertragen: wie Religionswissenschaft und Theologie.

Woran merke ich, dass ich glaube?

Das kann nur jeder für sich selbst beantworten. Aber es gibt Gegenindizien: Sehe ich mein Leben nur als Ergebnis meiner Leistungen, Strategien, Fähigkeiten? Auch der Wunsch, über andere Menschen zu herrschen oder alles zu kontrollieren, passt kaum zur religiösen Einsicht, dass man sich selbst anderen verdankt – Menschen und Gott. Oder die Weigerung, anderen Menschen zu helfen: Auch sie lässt Zweifel daran zu, dass man sich seiner eigenen Hilfsbedürftigkeit und Unvollkommenheit bewusst ist, jener urreligiösen Einsicht.

Glaube aus Erfahrung

Das Eigenartige am Glauben ist: Man kann nur über ihn urteilen, wenn man sich auf ihn eingelassen, ihn erfahren hat. Das ist allerdings etwas anderes als die experimentelle Erfahrung der Naturwissenschaft und Technik. Dort gilt als wirklich, als real, was sich in Experimenten beliebig oft nachstellen und wiederholen lässt. Experimente in diesem Sinn sind unbrauchbar, wenn es um den Glauben geht.

Die Antwort auf die Frage, „Woran merke ich, dass ich glaube?“, ist paradox. Sie lautet: Wenn du glaubst, wirst du es wissen, spüren. Wenn du die Erfahrung machst, dass du um deiner selbst willen geschätzt wirst, muss du es dir nicht täglich sagen lassen und beweisen, musst du dich nicht wichtig machen, nach Aufmerksamkeit und Komplimenten heischen. Du musst dich nicht ständig neu rechtfertigen, deinen Selbstwert neu unter Beweis stellen.

Glaube braucht – wie andere Lebensbereiche – Erfahrung. Viele unserer innersten Erfahrungen sind wissenschaftlich analysierbar, aber nicht erklärbar. Psychologen suchen nach den Trieben, Pädagogen nach dem Urvertrauen, Neurologen nach Hirnströmen, Historiker nach Traditionen, die uns prägen und festlegen. Aber das erklärt nicht alles.

Vertrauen ins Leben

Es ist ähnlich wie bei der Liebe. Woran merkt man, dass man liebt und geliebt wird? Etwa weil Hormonspiegel und Herzfrequenz bestimmte Messwerte erreichen? Woran merkt man, dass das Leben gelingt? Etwa weil Arbeitszeit, Pkw-Klasse, Dividendenausschüttung und Steuerrückerstattung stimmen? Hormone, Lumenwerte und Dividenden können Glück und Lebenssicherheit beflügeln, aber nicht erklären.

Und der Glaube? Der große Unterschied ist eigentlich ganz klein. Es ist die Bereitschaft, sich selbst als umsorgt, als beschützt zu sehen. Es hat auch mit dem Vertrauen ins Leben zu tun. „Um nichts macht euch Sorge, sondern bringt eure Bitten jederzeit betend und flehend mit Dank vor Gott. Und der Friede Gottes, der alles Begreifen übersteigt (!), wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ Eine gelungene Zusammenfassung des biblischen Autors Paulus (Philipper-Brief 4,4-7).

 

EDUARD KOPP