Die Jakobus-Paulus-Gemeinde in Dessau (Anhalt)

Die Pauluskirche wurde 1889 - 1892 von Johannes Otzen im neogotischen Stil erbaut und hatte 1000 Sitzplätze, wovon heute, nach der Restaurierung, nur noch ca. 500 Sitzplätze bestehen. Der Innenraum mit Säulen und Gewölben ist aus roten Formsteinen - die Aussenfassade ist aus roten Backsteinen. An der Nordseite befindet sich der imposante Turm, das Haupteingangsportal ziert ein Christus-Mosaik. Nachdem die Kirche im 2. Weltkrieg stark beschädigt wurde, konnte am Heiligabend 1949 der erste Gottesdienst gefeiert werden.
Die Jakobusgemeinde wurde 1904 gegründet. 1908 wurde die Jakobuskirche mit einem modernen Gemeindezentrum fertig gestellt. 1945 wurde das Kirchgebäude durch Bomben zerstört. 1977 wurde die Kirche, der Gemeindesaal und das dazugehörige Pfarrhaus auf Anweisung der SED gesprengt. Als Ersatzbau gestattete die Partei einen kleinen, unauffälligen Kirchbau ohne Glocken an der Ecke Stenesche Straße / Turmstraße. 1980 bezog die Gemeinde dort ihr neues Gotteshaus. Zum Bereich der heutigen Jakobuskirche gehört die Evangelische Stadtmission, die bedürftigen Bürgern hilft. Seit 1999 bilden die ehemalige Jakobusgemeinde und die Paulusgemeinde gemeinsam die Evangelische Jakobus-Paulus-Gemeinde.
 

 

 

 

 

 

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